Sie machen (k)einen Unterschied – zusammen mit uns

27 Sep., 2026

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EIGENTLICH würden Sie ja gerne barrierefrei Präsentationen erstellen und möglichst inklusive Studienbedingungen herstellen….
offener Kurszugang, symbolisiert mit einer Tür

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Kathrin Joerger (Inklusionsberatung/ZR Studierendenservice).

….ABER Ihre Zeit ist eh schon knapp und in Ihrer Lehrveranstaltung/Sprechstunde ist Ihnen noch niemand mit Behinderung aufgefallen…?

Letzteres liegt sehr wahrscheinlich daran, dass nur 3 % der studienerschwerenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf den ersten Blick ersichtlich sind. Auch scheuen sich viele Studierende, ihre Situation offen zu legen und z.B. einen Nachteilsausgleich zu beantragen – auch aus Sorge vor Stigmatisierung.

Da wirkt dann vielleicht jemand unkommunikativ oder sogar unhöflich auf Sie, kommt unpünktlich oder meldet sich nicht rechtzeitig – und Sie verbuchen das verärgert unter „Noch so eine*r…“ Weniger frustrierend wäre es sicher, wenn Sie das Verhalten anders einordnen könnten und ein Gespräch darüber möglich würde.

Wir wollen es Ihnen und auch den betroffenen Studierenden leichter machen und dazu beitragen, dass Sie mit Ihrer Lehre und Verwaltungsarbeit chancengerechte Bedingungen für alle Studierenden schaffen können.

Nicht nur „nice to have“

Die Gesetzeslage ist eindeutig –
siehe Berliner Hochschulgesetz §5b

(1) Die Hochschulen wirken bei der Erfüllung ihrer Aufgaben auf die Gleichstellung aller Menschen und eine diskriminierungsfreie Bildung hin; sie fördern eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen und tragen zum Abbau bestehender Hindernisse bei. […].

(5) Die Hochschulen berücksichtigen die besonderen Bedarfe von Studierenden und von Studienbewerbern und Studienbewerberinnen mit Behinderungen […] oder chronischen Erkrankungen und treffen in allen Bereichen die erforderlichen Maßnahmen zu ihrer Inklusion. […].

Aber mal abgesehen von der Verpflichtung: Lehren und Studieren dient der Entwicklung von Kompetenzen und der Entfaltung von Potentialen – das ist Sinn und Zweck von Hochschulbildung und bestimmt auch das, was Sie antreibt. Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, können ihr Potential aber häufig nur dann zeigen, wenn sie nicht permanent gegen Barrieren kämpfen müssen. Doch nicht nur sie profitieren davon, dass in Lehrveranstaltungen, bei Prüfungen und der Studienorganisation Barrieren abgebaut werden. Meist sind solche Veränderungen für alle hilfreich und reduzieren außerdem den Bedarf an „Sonderlösungen“.

Einfach(er) machen

Mit unserem neuen Selbsteinschreiberkurs in Moodle:

„Alles barrierefrei? Praktische Tipps und Informationen für inklusive Lehre, Verwaltung und Services an der HWR  Berlin“

wollen wir für Sie und damit auch für die betroffenen Studierenden Hinweise geben, die möglichst einfach zugänglich und nutzbar sind.

Sie finden dort z.B.:

  • Fertige Infofolien zum Nachteilsausgleich für Ihre Lehrveranstaltung
  • Tipps zur barrierearmen Mediengestaltung
  • Infos zu einzelnen Beeinträchtigungen, ihre möglichen Auswirkungen im Studium und wie man damit gut umgehen kann

UND: dieser Kurs soll sich weiterentwickeln – nach Ihren Bedarfen und immer mit dem Blick darauf, wie es leichter (barriereärmer 😊) werden kann, inklusive Studien- und Arbeitsbedingungen in allen Bereichen der Hochschule umzusetzen.

Sie finden den Kurs in Moodle unter „Beratungsangebote der HWR“  zur Selbsteinschreibung.

Direkt zum Moodle-Kurs


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